| 684 | Das Kloster St. Georgen wird durch Benediktinermönche aus St. Gallen gegründet. |
| 1177 | Mönche aus St. Georgen bauen auf dem heutigen Standort der Kirche eine kleine hölzerne Kapelle. |
| 1179 | Die Kapelle wird in einer Bulle von Papst Alexander III. erstmals als Besitz des Klosters St. Georgen bestätigt. |
| 1453 | Bau einer steinernen Kirche im Jahr 1453. Die Kirche trägt den Namen "Unserer lieben Frau" |
| 1500 | Tennenbronn ist am Anfang des 16. Jahrhunderts in drei politische Verwaltungsbezirke aufgeteilt: Der katholische Stab Schramberg und die evangelischen Stäbe Hornberg und St. Georgen. |
| 1565 | Erster Evangelischer Pfarrer in Tennenbronn. In der Kirche werden sowohl Evangelische, als auch Katholische Gottesdienste gefeiert. |
| 1660 | Der Erzherzog von Österreich erkennt die Patronatsherrschaft des Protestantischen Herzogtums Würrtemberg an, d.h. die Kirche wird evangelisch. |
| 1810 | Die drei Tennenbronner Stäbe werdenaufgelöst und zwei konfessionell getrennte Ortsverwaltungen errichtet: Evangelisch und Katholisch Tennenbronn |
| 1848 | Bau einer katholischen Kirche in Tennenbronn |
| 1901 | Am 12.07.1901 vernichtet ein Großbrand in Tennenbronn fast den kompletten Teil des evangelischen Dorfkerns. Die Kirche brennt innerhalb einer Stunde komplett aus. |
| 1902 | Am 14.07.2002 wird der Grundstein der neuen Kirche gelegt. |
| 1903 | Die neue Kirche wird am 4.10.2003 festlich eingeweiht. |
| 1965 | Es wird das neue evangelische Gemeindezentrum in der Talstraße eingeweiht. Es vereinigt den evangelischen Kindergarten, den evangelischen Gemeindesaal mit Gruppenräumen und das Pfarrbüro. |
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Gastrecht
In der ganzen Planungs- und Bauzeit seit dem Brandunglück 1901 gestand die katholische Kirchengemeinde den evangelischen Glaubensbrüdern das Recht zu, ihre Kirche für Gottesdienste und Kasualien zu nutzen. Angesichts der langen und tief greifenden Religionsschwierigkeiten der vorgehenden Jahrhunderte zeugt diese Gastfreundschaft von enormer christlicher Nächstenliebe und Toleranz. Die evangelische Kirchengemeinde konnte sich ab dem 07.08.1967, als der Neubau der katholischen Kirche begann, revanchieren. Was die Mitbenutzung der evangelischen Kirche durch die katholische Kirchengemeinde neben den genauen Terminabsprachen alles beinhaltete, benennt ein Schreiben des katholischen Pfarramtes vom 02.06.1967: Unter dem Treppenaufgang zur Empore wurde ein Beichtstuhl eingerichtet. Eigens dafür war eine Belüftung und ein Stromanschluss in dem kleinen Putzkämmerchen geschaffen worden. Auf einem kleinen Holzpodest, das hinter dem Altar angebracht wurde, konnte der Priester die Messe zum Volk hin gerichtet feiern. Dazu wurden Altarkreuz und Bibel auf einem zusätzlich geschaffenen Altartisch untergebracht, damit für die Messfeier genügend Platz auf dem Hauptaltar verblieb. Während der Gottesdienste und Beichtstunden stellte man ein bewegliches Tabernakel neben den Altar. In der ganzen Zeit der Mitbenutzung übernahm die katholische Kirchengemeinde die Reinigung der Kirche und stellte die Putzmittel. Auch finanziell einigte man sich auf eine anteilige Begleichung der Strom- und Heizkosten. Dieses rücksichtsvolle Vorgehen und die korrekte Umsetzung der besprochenen Maßnahmen hat beiden Seiten viel Vertrauen und Wohlwollen abverlangt. Zugleich hat die positive Erfahrung der erneuten simultanen Nutzung eines Gottesdienstraumes den respektvollen Umgang miteinander gefördert. |
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Datei: geschichte.htm; zuletzt geändert am 30. 10. 2007